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Geschichte des Lübecker Judo-Clubs

Vom Judo zum Budo

In der Zeit bis Mitte der sechziger Jahre war der Verein ein reiner Judo-Verein. Am 14. Mai 1966 wurde im LJC die Sparte Aikido gegründet. Die Lehrgänge mit dem japanischen Meister Kanai im Dezember 1965 und im April 1966 mit Gerd Wischnewski, frisch aus Japan zurückgekehrt, waren die Auslöser. Die Aikido-Sektion wurde anfangs von Rolf Brand betreut. Seit 1971 wird sie von Gerd Bennewitz geleitet und entwickelte sich zu einer mitgliederstarken Sektion.

Im September 1966 fand ein Karate-Lehrgang mit dem japanischen Meister Toyama im LJC statt und Karate wurde als weiteres Angebot in den LJC aufgenommen. Bereits im März 1967 fanden die ersten Karate-Kyu-Prüfungen statt. Heinz Prietzsche und Dieter Lahann waren die Motoren, die die Karate-Sektion gründeten und aufbauten. Übrigens ist Heinz Prietzsche der einzige, der noch im Verein Mitglied ist und an der ersten Kyu-Prüfung teilgenommen hat.

Ende der siebziger bis Anfang der achtziger Jahre entwickelte sich dann aus dem Karate über das Leichtkontaktkarate das Kickboxen und im August 1983 wurde die Sektion Kickboxen gegründet.

1969 wurde vom Deutschen Judo-Bund die damals neue und moderne Selbstverteidigung Ju-Jutsu entwickelt. Mit Helmut Palka fand dann im gleichen Jahr das Ju-Jutsu Einzug in den LJC.

1971 wurde auf Initiative von Lothar Müller eine Kendo-Gruppe gegründet. Anfangs wurden die Kenntnisse ausschließlich über Lehrgänge vermittelt. Kurze Zeit nach Etablierung des Kendo im LJC übernahm Holger Provos die Betreuung als Trainer und Sektionsleiter.

Es muß noch erwähnt werden, daß 1961 durch Max Depke eine Frauen-Gymnastik-Gruppe gründet wurde, die einmal in der Woche am Mittwoch trainiert. Diese Gymnastikgruppe wird bis heute von Christel Depke mit Erfolg geleitet und ist ein fester Bestandteil des LJC. 1984 wurde dann die zweite Gymnastikgruppe an einem Vormittag eingerichtet.

1989 wurde das Angebot um Yoga erweitert.

Die in den achtziger Jahren gegründeten Trainingsgruppen für Kyudo und Arnis konnten sich leider nicht durchsetzen und wurden Anfang der neunziger Jahre wieder aufgelöst.

Eine Trainingsgruppe für Tai Chi Chuan wurde von Hans-Hermann Dierck am 11. Januar 1996 ins Leben gerufen und trainiert noch heute jeweils am Donnerstagvormittag.

Änderung der Vereinsstruktur

Leider trat der Vorstand um Dr. Dieter Hagenström am 3. Oktober 1979 zurück. Deshalb war eine außerordentliche Mitgliederversammlung Ende 1979 notwendig.

Zur Vorbereitung dieser Versammlung gab es auf Initiative des damaligen Sportwartes Detlef Ott, der zur gleichen Zeit mit dem Vorstand zurücktrat, vielfältige und lange Diskussionen. Eine gravierende Umwälzung in der Vereinsstruktur waren die Folge. Neben Detlef Ott waren die zentralen Persönlichkeiten in den hierzu abgehaltenen Sitzungen wieder Manfred Feuchthofen und Gerd Bennewitz. Folge dieser kurzen, für den Verein aber sehr effektiven und äußerst wichtigen Phase, war eine tiefgreifende Änderungen der Satzung. Die Gründe hierfür lagen in der sprunghaften Vergrößerung des Vereins in den vergangenen Jahren. Einher mit dieser Vergrößerung vollzog sich auch die Entwicklung von einem reinen Judo-Verein zu einem Budo-Verein. Hieraus erwuchs jetzt die Notwendigkeit, die Präsenz und die Mitsprache der Budo-Disziplinen im Vorstand zu erhöhen und die Grundlage für die Selbständigkeit aller Budo-Disziplinen zu legen.

Wir erinnern uns, daß sich der geschäftsführende Vorstand bis 1979 aus dem 1. Vorsitzenden, dem 2. Vorsitzenden, dem Kassenwart und dem Schriftführer zusammensetzte. In der Vereinsstruktur bis 1979 war aufgrund der Vereinsentwicklung eine sportfachliche Vertretung aller Budo-Disziplinen nicht im vollen Umfang gegeben. Als wesentliche Neuerung wurde die Einrichtung von Sektionen für alle Budo-Disziplinen vorgesehen. Die Leiter der Sektionen sollten Mitglied im erweiterten Vorstand werden. Darüber hinaus sollte der Sportwart als Mitglied im geschäftsführenden Vorstand die Interessen aller Budo-Sektionen vertreten. Die Position des Schriftführers sollte in Geschäftsführer umbenannt werden und die Aufgaben der Geschäftsführung übernehmen.

Die außerordentliche Mitgliederversammlung fand am 12. November 1979 in den Räumen des Postsportvereins e. V. statt. Zwei wesentliche Tagungsordnungspunkte standen zur Beschlußfassung an:

· Änderung der Vereinsstruktur
· Vorstandswahlen

Detlef Ott stellte die entsprechenden Anträge für die neue Struktur des Vereins und begründete sie in einer folgenden, längeren Aussprache. Alle Anträge wurden von der Versammlung einstimmig angenommen.

Die von Ihren Ämtern zurückgetretenen Mitglieder hielten ihren Rücktritt aufrecht und in den anschließenden Wahlen wurde Max Depke zum 1. Vorsitzenden, Holger Provos zum 2. Vorsitzenden, Detlef Lenz zum Kassenwart, Karl-Ludwig Tretau zum Geschäftsführer und Manfred Feuchthofen zum Sportwart gewählt. Der neu gewählte Vorstand setzte dann die Sektionsleiter für die verschiedenen Budo-Disziplinen ein.