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Geschichte des Lübecker Judo-Clubs

Aderlässe

Der erste Aderlaß

1971 eröffnete Holger Brückner eine eigene Judo-Schule unter dem Namen "Bushido". Die Mitglieder der Judo-Kampfmannschaft, deren Trainer er war, verließen mit ihm den LJC. Nun mußte sich der LJC neu ausrichten. Karl Scharnowski löste Hans-Hermann Dierck als Sportwart ab und Hansjoachim Meier, der beim DJB seine Lizenz als Judo-Lehrer erworben hatte, wurde mit der Aufgabe betraut, den Leistungsbereich neu aufzubauen. Aber trotz aller Bemühungen war es schwer, an die alten Erfolge anzuknüpfen.

Nur ein einzelner Komet am Judohimmel wurde sichtbar, Sigrid Happ. Sie war ein ausgesprochenes Judotalent und vertrat bis Mitte der siebziger Jahre den Namen des LJC national und international. Sie erreichte außer anderen nationalen und internationalen Titeln dreimal den Titel einer Europameisterin. Für ihre kämpferische Leistung wurden Sigrid Happ mehrfach Ehrungen zuteil. So wurde sie unter anderem mit der goldenen Ehrennadel des LJC und der goldenen Ehrennadel des DJB ausgezeichnet. Sie erhielt einen Ehrenpreis des Landessportverbandes Schleswig-Holstein und eine Anerkennung der schleswig-holsteinischen Landesregierung. Der Senat der Hansestadt Lübeck zeichnete Sigrid Happ dreimal mit der goldenen Plakette für besondere sportliche Leistungen aus. Vom Deutschen Dan-Kollegium wurde Sigrid Happ für besondere kämpferische Leistungen mit dem 3. Dan-Grad ausgezeichnet. Heute ist Sigrid Happ mit dem 6. Dan graduiert und trainiert in Hamburg.

Der zweite Aderlaß

Im Januar 1978 gründete Hansjoachim Meier seine Judo-Schule "Budokan". Es war zu erwarten, daß ein Teil seiner Schüler mit ihm den LJC verlassen würde. Auch Sigrid Happ ging mit ihm mit, um ihm beim Aufbau der Judo-Schule zu unterstützen. Also hieß es für den LJC wieder von vorn anfangen. Detlef Ott, seit 1975 Sportwart, und Hans Fey übernahmen diese Aufgabe. Detlef Ott, das Training der Jugendlichen und Senioren, Hans Fey das Training der Schüler.

Der dritte Aderlaß

Ende 1991 gründete Dieter Lahann einen eigenen Karate-Verein und verließ den Lübecker Judo-Club mit den Karateka. Eine erfolgreiche Karate-Ära im LJC ging zu Ende, denn Dieter Lahann war fast von Anfang an mit dabei. 114 Karateka gingen mit ihm. Um auch weiterhin Karate anbieten zu können, schloß sich der LJC dem Shotokan Karate Verband an.